Jesus Christus spricht: "Ich bin das Licht der Welt!" (Johannes 8,12)
Zur Absicht und zum Inhalt dieser Homepage: Auf dieser Internetseite finden Sie schöne Bilder und gute Gedanken. Der Umgang mit Worten gehört für mich als Pastor zu meinen täglichen Aufgaben, vor allem der Umgang mit der Bibel, dem Wort Gottes. In meiner Freizeit fotografiere ich gerne und fange die Schönheit der Schöpfung Gottes in Bildern ein. Ohne Licht könnten wir die Welt nicht sehen und ohne Licht wären auch keine Fotos möglich. Wort und Licht, beides versuche ich in Beziehung miteinander zu bringen - damit Hören und Sehen sich gegenseitig bereichern. Viel Freude beim Entdecken!
Zurzeit bin ich Pastor der ev.-luth. Kirchengemeinde Zum Guten Hirten in Friedeburg. Viele der Gedanken und Fotos auf dieser Homepage entstammen daher meiner Tätigkeit in Friedeburg.
Der evangelische Theologe Klaus Douglass sagt über die Bedeutung der Bibel: "Wenn die Christenheit in Europa die nächsten Jahrzehnte überleben möchte, müssen wir wieder lernen, in der Bibel zu lesen. (...) Wenn wir es nicht schaffen, Menschen zurück an die Quelle zu führen und ihnen das Lesen der Bibel lieb, teuer und schmackhaft zu machen, sehe ich es kommen, dass die Kirche an ihrer Wurzel verdorrt."
Allianz-Gebetsabend am 13.01.2025 im Netzschuppen in Neuharlingersiel: (Impulsvortrag von Pastor Jörg Janköster)
Das Thema des heutigen Abends lautet: „Hoffnung für die Welt“. Dazu wurde folgender Bibelvers ausgewählt: „Haltet Frieden untereinander!“ (1. Thessalonicher 5,13b) Um die Brisanz und die Herausforderung (Provokation) deutlich zu machen, die in diesem Thema steckt, will ich Bibelvers und Thema einmal in eine „Wenn-Dann-Formulierung“ zusammenstellen: „Wenn Ihr (= die Menschen, die an Jesus glauben) Frieden untereinander haltet, dann seid Ihr Hoffnung für die Welt.“ Wir sollen diese Formulierung in uns nachklingen lassen. Leider ist es ja oft nicht so weit her mit dem Frieden, den wir Christen untereinander halten. Erst im letzten Jahr deutete sich im freikirchlichen Bereich in Deutschland eine neue Spaltung (von BEFG und ChristusForum) an. Aber auch innerhalb von Kirchengemeinden geht es oft alles andere als friedlich zu. Liegt es also am mangelnden Frieden, den wir untereinander halten, dass die christlichen Kirchen in Deutschland keine Ausstrahlung mehr haben – und vor allem: dass wir keine Hoffnung mehr in die Welt aussenden? Ich will heute Abend aber nicht über Missstände reden, sondern fragen: Wie können wir es besser machen? Was ist dafür notwendig, dass wir Christen untereinander Frieden halten oder wieder zum Verständnis füreinander finden?
Den ganzen Impulsvortrag finden Sie hier als Downlaod:
Wie sind Sie ins neue Jahr gestartet? Voller Freude und Zuversicht? Oder mit Ängsten und Sorgen?
In Deutschland leben wir spätestens seit der Wiedervereinigung in äußerer Sicherheit und Frieden. Wir haben uns deshalb an einen gewissen Wohlstand gewöhnt: Die Wirtschaft wächst, der allgemeine Lebensstandard nimmt zu und von den äußeren Bedingungen her verläuft unser Leben in gesicherten, planbaren Bahnen. Viele Menschen denken deshalb, dass Hoffnung bedeutet: „Es geht aufwärts und alles entwickelt sich in die richtige Richtung.“
Dieses Verständnis von Hoffnung trägt allerdings im Moment nicht mehr. Ja mehr noch, es wurde in den letzten Jahren regelrecht erschüttert. Ohne Hoffnung aber können wir nicht leben. Kann man Hoffnung deshalb auch noch anders verstehen? Ja, ich denke dabei zum Beispiel an einen Satz von Vaclav Havel, der gesagt hat: „Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas einen Sinn hat, egal wie es ausgeht.“ Aber ist Hoffnung etwas, was manche Menschen einfach haben, und andere eben nicht? Oder kann man Hoffnung lernen und einüben?
Evangelische Christen aus dem Harlingerland machen sich Mitte Januar auf die Suche nach der Hoffnung. Die ev.-methodistische Kirchengemeinde in Neuschoo, die freie „Hof Eckstein“-Gemeinde in Wittmund, die landeskirchliche Gemeinschaft Neuharlingersiel und die Kirchengemeinde Zum Guten Hirten in Friedeburg laden unter der Überschrift „Miteinander Hoffnung leben“ vom 12.01. bis 19.01.2025 zur Gebetswoche der Evangelischen Allianz ein. Die genauen Zeiten und Orte finden Sie auf den Internetseiten der beteiligten Gemeinden.
Vor allem zwei Dinge tragen dazu bei, Hoffnung zu finden und in der Hoffnung zu wachsen: Die Gemeinschaft mit anderen Menschen, gerade wenn sie die Grenzen von unterschiedlichen Prägungen überwindet, und das Gebet, das gemeinsame Ausrichten auf Gott hin. Lassen Sie uns auf diese Weise miteinander einen hoffnungsvollen Start in das Jahr 2025 gestalten!
(Wort zum Sonntag, Anzeiger für Harlingerland vom 11.01.2025)
Wir leben in einer Zeit mit großen Veränderungen. Alte Selbstverständlichkeiten und Gewissheiten brechen weg. Neue Orientierungspunkte zeichnen sich noch nicht ab. Die Welt ist unübersichtlich geworden. Deshalb können wir oft nicht mehr auf den ersten Blick sagen: „Das hier ist gut und richtig und jenes dort ist schlecht und falsch!“ Nein, wir müssen erst einmal genau hinschauen, Meinungen prüfen, Sachverhalte untersuchen und über aktuelle Entwicklungen nachdenken. Um dann zu erkennen, wie etwas wirklich ist – nicht nur an der Oberfläche und nach außen, sondern auch innen drin und auf Dauer.
Dazu fordert uns jedenfalls die Jahreslosung für 2025 auf: „Prüft alles und behaltet das Gute!“ (1. Thessalonicher 5,21) Aber wie kann diese Prüfung aussehen? Und was kann uns bei dieser Prüfung helfen? Dazu drei Gedanken:
1) Prüft alles mit Eurem gesunden Menschenverstand! Damit meine ich eine Rückbindung an das normale, natürliche und alltägliche Leben. Also das, was früher gerne als „Bodenständigkeit“ bezeichnet wurde. Unser Leben ist immer mehr von technischen und digitalen Möglichkeiten geprägt. Umso wichtiger ist es, dass wir den Bezug zu den „natürlichen Dingen“ nicht verlieren. Ich meine damit zum Beispiel den Rhythmus von Tag und Nacht, den Wechsel der Jahreszeiten, das Säen und Ernten, das Wachsen und Werden, das Leben insgesamt, aber auch die Vergänglichkeit. Das Wissen um die natürlichen Zusammenhänge kann uns von vielen falschen Schlussfolgerungen abhalten. Ich bin fest davon überzeugt, dass Gott uns unseren gesunden Menschenverstand als eine Möglichkeit gegeben hat, um das Gute zu erkennen.
2) Prüft alles im Gespräch mit Euren Schwestern und Brüdern! Die zweite Möglichkeit, aus der eigenen Blase herauszukommen und vor allzu voreiligen Fehlschlüssen bewahrt zu werden, ist der Kontakt und das Gespräch mit anderen Menschen. Indem wir bereit sind, andere Meinungen zu hören und eigene Sichtweisen im Gespräch mit anderen zu erläutern, zu verteidigen oder aber auch in Frage stellen zu lassen, können wir gemeinsam auf der Suche nach dem Guten vorankommen. Das gilt in besonderer Weise für die Gemeinschaft mit unseren Schwestern und Brüdern im Glauben. Der christliche Glaube ist nicht nur eine individuelle Glaubensüberzeugung, die jeder für sich hat und pflegt. Nein, sondern für den Glauben ist ebenso die Gemeinschaft mit anderen grundlegend. Wir brauchen unsere Schwestern und Brüder als Gegenüber, als Ergänzung, als Korrektur und als Unterstützung. Nur in Gemeinschaft können wir im Glauben wachsen und zu den neuen Menschen werden, zu denen Gott uns formen möchte.
3) Prüft alles anhand der Worte der Bibel! Der gesunde Menschenverstand und der Kontakt mit anderen Menschen können wichtige Hilfsmittel zur Prüfung sein. Sie allein wären aber noch nicht ausreichend, um das Gute zweifelsfrei zu erkennen. Wir brauchen außerdem den Blick von außen, sozusagen die Korrektur von oben. Nur Gott allein ist eindeutig gut. Deshalb müssen wir ihn und seine Sichtweise kennen. Dazu hat er uns sein Wort, die Bibel, gegeben. Um alles zu prüfen, müssen wir also in der Bibel lesen. Unser Denken, Fühlen, Wollen und Tun müssen wir von den Worten der Bibel durchleuchten lassen. Und das, was uns in der Welt begegnet, lässt sich oft erst im Licht der Bibel klar erkennen und unterscheiden. Dabei geht es nicht nur um ein Kennen und Befolgen von einzelnen Bibelversen. Sondern vielmehr um ein grundsätzliches Zuhause-Sein in den Worten, Gedanken und Geschichten der Bibel. Und natürlich um den Heiligen Geist, der uns erst die Worte der Bibel aufschließen und wahres Verstehen schenken kann.
„Prüft alles und behaltet das Gute!“ Machen wir uns also im neuen Jahr gemeinsam auf die Suche nach dem Guten. Und bitten wir Gott darum, dass er uns in unserer oft unübersichtlichen Welt neue Orientierung schenkt.